Scheidung

Getrennte Wege.Geteilte Rente.

Mit einer Scheidung endet nicht nur eine Ehe. Auch die gemeinsame finanzielle Zukunft wird neu geregelt. Dabei werden die während der Ehe erworbenen Renten- und Versorgungsansprüche grundsätzlich zwischen beiden Ehepartnern aufgeteilt. Dieses Verfahren nennt sich Versorgungsausgleich. Was das für deine persönliche Altersvorsorge bedeutet, wissen die wenigsten. Genau deshalb schauen wir uns gemeinsam an, welche Auswirkungen das auf deine spätere Rente hat und wo du gegebenenfalls neu vorsorgen solltest.

So funktioniert der Versorgungsausgleich

Alles aus der Ehezeit wird hälftig geteilt.

Dein Rentenkonto
Sein Rentenkonto
6Punkte
14Punkte
Geteilt wird alles davon
Gesetzliche RenteBetriebsrentePrivate RentenversicherungRiester & RürupBeamtenversorgungVersorgungswerke

Hälftig klingt fair. Aber was jetzt?

130.100
Ehescheidungen gab es 2025 in Deutschland, nach durchschnittlich 14 Jahren und 7 Monaten Ehe.
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 220 vom 26.06.2026
100%
der in der Ehezeit erworbenen Rentenanrechte werden im Versorgungsausgleich hälftig geteilt.
§ 1 Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG)
51,7%
der Scheidungen im Jahr 2025 betrafen Paare mit minderjährigen Kindern. Insgesamt ging es um rund 113.400 Kinder.
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 220 vom 26.06.2026
01 · Das Verfahren

Was der Versorgungsausgleich wirklich macht

Mit einer Scheidung verändert sich nicht nur dein Alltag, sondern auch deine finanzielle Zukunft. Die Renten- und Versorgungsansprüche, die während der Ehe aufgebaut wurden, werden grundsätzlich zwischen beiden Ehepartnern aufgeteilt. Dieses Verfahren nennt sich Versorgungsausgleich und läuft automatisch über das Familiengericht.

Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Ansprüche berücksichtigt werden und welche Auswirkungen die Aufteilung auf deine spätere Rente hat. Wer seine Unterlagen versteht und die Berechnung nachvollziehen kann, trifft bessere Entscheidungen für die eigene Zukunft.

02 · Die Rechnung danach

Warum der Versorgungsausgleich allein oft nicht ausreicht

Der Versorgungsausgleich verteilt die Rentenansprüche, die während der Ehe aufgebaut wurden. Was er jedoch nicht ausgleicht, sind die finanziellen Auswirkungen von Elternzeit, Teilzeit oder längeren Erwerbsunterbrechungen. Gerade Frauen haben dadurch häufig auch nach der Scheidung eine geringere Altersvorsorge.

Nach einer Scheidung lohnt es sich deshalb, die eigene finanzielle Situation neu zu betrachten. Welche Rentenansprüche bleiben bestehen? Welche Versicherungen müssen angepasst werden? Und wo entstehen Versorgungslücken? Gemeinsam schaffen wir Klarheit und entwickeln eine Lösung, die zu deiner neuen Lebenssituation passt.

03 · Danach

Der Neustart braucht ein eigenes Fundament

Nach einer Scheidung beginnt nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern oft auch ein finanzieller Neuanfang. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, deine Absicherung und Altersvorsorge neu aufzustellen, passend zu deinem Leben und deinen Zukunftsplänen.

Gemeinsam prüfen wir bestehende Verträge, passen Bezugsberechtigungen an und schließen mögliche Versorgungslücken. So schaffst du dir Schritt für Schritt ein finanzielles Fundament, das unabhängig ist und zu deiner neuen Lebenssituation passt.

“Die meisten meiner Kundinnen treffe ich erst, wenn die Scheidung bereits abgeschlossen ist. Dann können wir vieles neu aufbauen, aber manches nicht mehr verändern. Deshalb wünsche ich mir, Frauen schon vorher begleiten zu dürfen.”
— Julia Pashchenko

5 Fehler, die viele Frauen nach einer Scheidung erst zu spät bemerken.

01

Die eigenen Rentenansprüche nicht kennen

Wer seine Ansprüche nicht kennt, kann keine guten Entscheidungen treffen.

Viele Frauen haben neben der gesetzlichen Rente weitere Rentenansprüche, zum Beispiel aus einer betrieblichen Altersvorsorge oder einer privaten Rentenversicherung. Nur wenn alle Ansprüche bekannt sind, lässt sich einschätzen, welche Auswirkungen der Versorgungsausgleich auf die eigene Altersvorsorge hat.

02

Den Versorgungsausgleich nicht verstehen

Nicht alles sollte ungeprüft unterschrieben werden.

Der Versorgungsausgleich ist komplex und für viele schwer nachvollziehbar. Deshalb lohnt es sich, die Berechnungen und die berücksichtigten Rentenansprüche genau zu verstehen. Nur so weißt du, welche Auswirkungen die Aufteilung auf deine spätere Altersvorsorge hat.

03

Die eigene Vorsorge nach der Scheidung nicht neu planen

Der Versorgungsausgleich ersetzt keine Altersvorsorge.

Der Versorgungsausgleich regelt die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche. Er ersetzt jedoch nicht die Vorsorge für die Zukunft. Gerade nach einer Scheidung lohnt es sich, die eigene Altersvorsorge an die neue Lebenssituation anzupassen.

04

Übertragene Ansprüche nicht überprüfen

Die neue Lebenssituation braucht eine neue Strategie.

Nach einer Scheidung verändern sich Ziele, Einkommen und Zukunftspläne. Deshalb sollte geprüft werden, ob bestehende Vorsorgelösungen noch zur eigenen Situation passen oder angepasst werden sollten.

05

Versicherungen nach der Scheidung nicht aktualisieren

Ein neuer Lebensabschnitt braucht auch eine neue Absicherung.

Bezugsberechtigungen, gemeinsame Verträge oder veränderte Lebensumstände sollten nach einer Scheidung überprüft und angepasst werden. So stellst du sicher, dass deine Absicherung auch weiterhin zu deinem Leben passt.

Hinweis: Jede Scheidung ist individuell. Die genannten Beispiele dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Ich unterstütze dich dabei, die Auswirkungen auf deine Altersvorsorge und Versicherungen verständlich einzuordnen.

Was du jetzt konkret tun kannst

01

Alle Rentenansprüche sammeln

Erst die vollständige Übersicht schafft Klarheit.

Dazu gehören die gesetzliche Rente, Betriebsrenten, private Rentenversicherungen und mögliche Versorgungswerke. Nur wenn alle Ansprüche bekannt sind, lässt sich einschätzen, welche Auswirkungen der Versorgungsausgleich auf deine spätere Altersvorsorge hat.

02

Die Unterlagen verstehen und prüfen

Nicht jede Zahl erklärt sich von selbst.

Die Berechnungen im Versorgungsausgleich sind oft schwer nachvollziehbar. Deshalb lohnt es sich, die Unterlagen genau anzuschauen und zu verstehen, welche Rentenansprüche berücksichtigt wurden und was das für deine persönliche Situation bedeutet.

03

Vereinbarungen bewusst entscheiden

Schnelle Lösungen sind nicht immer die besten.

Eheverträge oder Scheidungsfolgenvereinbarungen können den Versorgungsausgleich beeinflussen. Bevor du etwas unterschreibst, solltest du verstehen, welche Auswirkungen die Regelung langfristig auf deine Altersvorsorge haben kann.

04

Deine Vorsorge neu aufstellen

Der Neustart braucht ein eigenes Fundament.

Nach der Scheidung sollten Bezugsberechtigungen, gemeinsame Verträge und deine persönliche Absicherung überprüft werden. Gemeinsam schauen wir, wie du deine Altersvorsorge und finanzielle Sicherheit passend zu deiner neuen Lebenssituation aufbauen kannst.

Häufige Fragen zum Versorgungsausgleich

Was ist der Versorgungsausgleich?+

Der Versorgungsausgleich regelt, wie die während der Ehe erworbenen Renten- und Versorgungsansprüche zwischen beiden Ehepartnern aufgeteilt werden. Das Verfahren wird im Rahmen der Scheidung grundsätzlich automatisch vom Familiengericht durchgeführt.

Wie wird der Versorgungsausgleich berechnet?+

Für jeden Rentenanspruch wird geprüft, welcher Teil während der Ehe erworben wurde. Dieser sogenannte Ehezeitanteil wird grundsätzlich zwischen beiden Ehepartnern aufgeteilt. Die Berechnungen erfolgen durch die jeweiligen Versorgungsträger und bilden die Grundlage für die Entscheidung des Familiengerichts.

Welche Rentenansprüche werden berücksichtigt?+

Zum Versorgungsausgleich gehören grundsätzlich die gesetzliche Rentenversicherung, Betriebsrenten, Beamtenversorgungen, berufsständische Versorgungswerke sowie viele private Altersvorsorgeverträge. Welche Ansprüche im Einzelfall berücksichtigt werden, hängt von der jeweiligen Vertragsart ab.

Kann man den Versorgungsausgleich ausschließen?+

Ja. Durch einen notariellen Ehevertrag oder eine Scheidungsfolgenvereinbarung kann der Versorgungsausgleich ganz oder teilweise ausgeschlossen oder verändert werden. Bevor du einer solchen Vereinbarung zustimmst, solltest du genau verstehen, welche Auswirkungen sie auf deine spätere Altersvorsorge haben kann.

Was passiert bei einer kurzen Ehe?+

Bei einer Ehe von bis zu drei Jahren wird der Versorgungsausgleich grundsätzlich nur durchgeführt, wenn einer der Ehepartner ihn beantragt. Ob sich ein Antrag lohnt, hängt von der individuellen Situation ab.

Kann der Versorgungsausgleich später noch geändert werden?+

Änderungen sind nur in wenigen gesetzlich geregelten Ausnahmefällen möglich. Deshalb ist es wichtig, die Unterlagen und Berechnungen bereits während des Scheidungsverfahrens sorgfältig zu prüfen und offene Fragen frühzeitig zu klären.

Hinweis: Die Antworten dienen einer ersten Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Für rechtliche Fragen solltest du dich an eine Rechtsanwältin oder einen Notar wenden. Ich unterstütze dich dabei, die Auswirkungen auf deine Altersvorsorge und Versicherungen verständlich einzuordnen.

Bevor der Scheidungsantrag gestellt wird, lass uns sprechen.

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